
Sächsisches Hausarztstipendium – Deine Chance auf Förderung mit Perspektive
- Von Chrissi
- 1. Oktober 2025
In der Vergangenheit habe ich bereits über das Sächsische Hausarztstipendium berichtet. Da dieses Programm für viele angehende Medizinerinnen und Mediziner eine echte Option sein kann, möchte ich heute noch einmal ausführlich darauf eingehen. Wenn Du Medizin studierst oder kurz davor stehst, bietet Dir das Stipendium die Möglichkeit, Dich finanziell abzusichern, wertvolle Praxiserfahrungen zu sammeln und Dir gleichzeitig eine klare berufliche Perspektive aufzubauen. Sachsen unterstützt damit gezielt Studierende, die sich vorstellen können, später als Hausärztin oder Hausarzt im ländlichen Raum tätig zu werden.
Finanzielle Unterstützung und klare Perspektive
Wenn Du ein Hausarztstipendium bekommst, erhältst Du während der gesamten Regelstudienzeit monatlich 1.000 Euro. Im Gegenzug verpflichtest Du Dich, nach dem Studium die Weiterbildung zur Fachärztin oder zum Facharzt für Allgemeinmedizin zu absolvieren und anschließend für mindestens sechs Jahre im ländlichen Raum Sachsens zu arbeiten. Damit sind Regionen außerhalb von Dresden, Radebeul, Leipzig und Markkleeberg gemeint. Während des Studiums hospitierst Du jedes Jahr 24 Tage in einer sächsischen Hausarztpraxis, mit der Du eine Patenschaft eingehst. So bekommst Du früh einen realistischen Einblick in den hausärztlichen Alltag, lernst Praxen kennen und knüpfst Kontakte, die später sehr wertvoll sein können.
Voraussetzungen für das Stipendium
Du kannst Dich bewerben, wenn Du eine verbindliche Studienplatzzusage hast oder bereits im ersten bis achten Fachsemester der Humanmedizin eingeschrieben bist. Wichtig ist, dass Dein Studium zu einer deutschen Approbation führt – es muss also nicht zwingend in Deutschland absolviert werden. Ein Medizinstudium innerhalb der EU, das in Deutschland anerkannt wird, ist ebenfalls geeignet. Ausgeschlossen sind lediglich Studierende, die ihren Studienplatz über die Landarztquote erhalten haben. Pro Jahr stehen etwa zehn Stipendien zur Verfügung, die sehr begehrt sind.
So läuft die Bewerbung ab
Die Bewerbungsphase beginnt am 1. Oktober und endet in der Regel am 15. November. Du reichst ein Motivationsschreiben, Deinen Lebenslauf, Dein Abiturzeugnis und eine Immatrikulationsbescheinigung ein. Anschließend entscheidet ein Auswahlverfahren, wer gefördert wird. Nach der Zusage unterstützt Dich die Kassenärztliche Vereinigung Sachsen dabei, eine passende Patenschaftspraxis zu finden. Du kannst dabei auch eigene Vorschläge einbringen.
Warum sich das Programm für Dich lohnen kann
Das Sächsische Hausarztstipendium gibt es seit 2013 und es hat sich in dieser Zeit als fester Bestandteil der Nachwuchsförderung in Sachsen etabliert. Es bietet Dir eine finanzielle Sicherheit während des Studiums, verbindet Dich früh mit der Praxis und eröffnet Dir eine klare Perspektive für Deine berufliche Zukunft. Gleichzeitig leistest Du einen wichtigen Beitrag zur Sicherstellung der medizinischen Versorgung in Regionen, die dringend engagierte Hausärztinnen und Hausärzte brauchen.
Du hast Fragen?
Wenn Du überlegst, Dich für das Stipendium zu bewerben, oder unsicher bist, ob Dein Studium im Ausland anerkannt wird, melde Dich gerne. Ich helfe Dir bei allen Fragen rund um das Bewerbungsverfahren, die Voraussetzungen und die Planung Deiner nächsten Schritte.